Soll das Steirische Harmonika spielen erlernt werden, ist das eine nicht ganz einfache Sache. Hierzu ist eine Musikschule erforderlich, wenn es nicht in der Familie jemanden gibt, der das music-25705_640Instrument spielen kann. Lehrmethoden gibt es heute natürlich auch im Internet, allerdings ist das keine besonders gute Option, denn es wird viel Falsches beigebracht. Zum Beispiel wird in vielen Fällen nicht nach Noten gespielt, sondern nach der Griffschrift, die hierbei weit verbreitet ist.

Möchte man sich das Harmonika spielen aber allein in den eigenen vier Wänden beibringen, ist die Griffschrift zu empfehlen. Eine typische Eigenschaft von der Steirischen Harmonika ist der sogenannte Helikonbass, der vom Orgelbauer Cyril Demian entwickelt worden ist. Die Harmonika hat drei Hauptbestandteile. Zum einen ist das der Balg und die Diskant Seite und zum anderen ist es die Bass Seite.

Heute wieder oft genutzt

War die Steirische Harmonika für eine längere Zeit nur der Hausmusik verschrieben, ist sie heute dank den Zillertalern Schürzenjägern oder Andreas Gabalier wieder voll etabliert. Es wurden mit ihr sogar neue Stilrichtungen erfunden, denn hier wurde Alpenrock und Volksmusik zusammengelegt. Die Harmonika sieht in den meisten Fällen sehr edel aus, darauf kommt es aber nicht an, denn sie muss schließlich den typischen Klang besitzen. Dazu muss aber die Qualität der sogenannten Klangzungen hochwertig sein, je nach der Qualität, klingt das Instrument immer anders.

Heute fällt besonders auf, dass zunehmend wieder junge Leute das Bedürfnis haben, das Instrument zu erlernen. Das kommt besonders daher, weil Noten nicht unbedingt erforderlich sind.

Zubehör das nicht fehlen sollte

Damit einer Person das Spielen so gut wie möglich erleichtert wird, haben sich Hersteller ihre Gedanken zu dem Thema gemacht. Ein wichtiges Zubehör ist dabei das Bassbodenleder, es hilft dabei, dass die Arme nicht so schnell müde werden oder das Handgelenk über die Maßen beansprucht wird. Es kann auch dem Abrutschen vorbeugen und wer es einmal nutzt wird es nie wieder weggeben wollen.

Wer möchte kann sich auch einen Balgschoner zulegen, diese werden mit unterschiedlichen Druckknöpfen verkauft. Das wirklich besondere an der Harmonika ist, das nur auf ein und denselben Knopf gedrückt werden muss, die Töne aber verschieden klingen. Das Aussehen verhindert, dass die Steirische Harmonika mit einer normalen Harmonika verwechselt wird.

Die Harmonika muss auch einmal gestimmt werden, das ist aber nicht ganz einfach, denn die Stimmplatten sind bei ihr sehr verbaut. Daher kostet es immer viel Zeit und Geduld, es ist besser man gibt zu sie zu diesem Zweck an einen gekonnten Stimmer, aber auch dann kann es vorkommen, dass sie ein wenig anders klingt als vorher. Den Hauptteil, wie eine Steirische Harmonika klingen sollte, übernehmen der Korpus und das dafür verwendete Holz.

Es sind aber noch andere Bestandteile, die im Wesentlichen für den Klang sorgen, unter anderen gehören die Stimmzungen, die Stimmstöcke, das Material des Korpus Bodens und auch die Art der Tremolierung dazu. Bei den meisten Instrumenten wird der Korpus aus Fichtenholz hergestellt, das auch ganz speziell geschnitten wird. Es kann aber auf Wunsch auch mit einem anderen Holz furniert werden. Wer seine Steirische Harmonika als Sonderanfertigung haben möchte, kann auch bei der Größe ein Wort mitreden.